Ein schwarzes Loch entsteht, wenn so viel Masse auf so engem Raum zusammengedrückt wird, dass nicht einmal Licht entkommen kann. Die Grenze, ab der nichts mehr zurückkommt, heißt Ereignishorizont. Trotzdem strahlen schwarze Löcher ganz schwach, wie Stephen Hawking 1974 berechnete – wegen der Quantenmechanik direkt am Rand des Ereignishorizonts.
Der Schwarzschild-Radius r_S = 2GM/c² ist der Ereignishorizont. Die Sonne hätte einen von nur 2,95 km. Die Hawking-Temperatur ist antiproportional zur Masse: T ~ 1/M. Ein Schwarzes Loch mit Sonnenmasse hätte T = 60 Nanokelvin – absolut unmessbar kalt. Die Verdampfungszeit t ~ M³ ist für die Sonne 2·10⁶⁷ Jahre (das Universum ist 13,8 Mrd. Jahre alt). Ein massearmes schwarzes Loch von ~10¹¹ kg verdampfte am Ende des Urknalls – solche könnten Dunkle Materie sein.
Hawking-Leuchtkraft: P = ℏc⁶/(15360πG²M²). Für M = M_Sonne ergibt das P ≈ 9·10⁻²⁹ W. Die Akkretionsscheibe zeigt Doppler-Farbverschiebung: die Seite, die sich auf uns zu bewegt, erscheint blauverschoben und heller (relativistischer Strahlungseffekt). Nah am Ereignishorizont gibt es die Photonensphäre bei 1,5·r_S, wo Photonen in Kreisbahnen fangen. Verifiziert: Sonne r_S = 2950 m, T = 6,17·10⁻⁸ K, t_Verdampf = 2,10·10⁶⁷ a.
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