Ein Pulsar ist ein Neutronenstern, der sich sehr schnell dreht und dabei gebündelte Strahlung aus seinen Magnetpolen aussendet. Wenn ein Strahl über die Erde sweept, empfangen wir einen kurzen Puls – wie bei einem kosmischen Leuchtturm. Pulsare drehen sich bis zu 716 Mal pro Sekunde und sind so stabil, dass man sie als Uhren im Weltraum benutzt.
Neutronensterne entstehen, wenn massereiche Sterne als Supernova explodieren. Ihr Kern kollabiert auf ~24 km Durchmesser, aber bei 1,4 Sonnenmassen: Dichte ~4·10¹⁷ kg/m³ (Atomkerndichte). Drehimpulserhaltung lässt langsam rotierende Sterne zu schnell drehenden Pulsaren werden. Das Magnetfeld (10⁸–10¹¹ T) bündelt die Strahlung zu zwei Kegeln. Millisekunden-Pulsare wurden durch Akkretion von Materie eines Begleitsterns 'recycelt'.
Äquatorgeschwindigkeit: v = 2πR_NS/P. Crab-Pulsar (P = 33 ms): v = 2π·12.000/0,033 ≈ 2,28·10⁶ m/s = 0,76% c. Rotationsenergie: E_rot = ½·I·ω² ≈ 0,4·(1,4·1,99·10³⁰)·(12.000)²·(2π/0,033)² ≈ 1,9·10⁴² J. Das charakteristische Alter: τ = P/(2Ṗ). Die Bremsung erfolgt durch magnetische Dipolstrahlung: dE_rot/dt = −4π²·IṖ/P³. PSR J1748-2446ad mit P = 1,396 ms dreht 716 Mal/s: v_äq ≈ 0,24c.
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