Schickt man Elektronen oder Photonen durch zwei enge Spalte, erscheinen auf dem Schirm abwechselnd helle und dunkle Streifen – ein Interferenzmuster, wie bei Wasserwellen. Das Verblüffende: Selbst wenn man die Teilchen einzeln schickt, entsteht dasselbe Muster! Das Teilchen scheint gleichzeitig durch beide Spalte zu gehen. Misst man aber, durch welchen Spalt es geht, verschwindet das Muster sofort.
Das Muster entsteht, weil jedes Teilchen durch seine Wellenfunktion beide Spalte 'gleichzeitig' passiert und am Schirm mit sich selbst interferiert. Die Intensität folgt aus dem Beugungsintegral: I(y) = I₀·cos²(πd·y/λL)·sinc²(πa·y/λL). Misst man den Weg ('Welcher-Weg'), kollabiert die Wellenfunktion auf einen klassischen Pfad und das Muster verschwindet – Bohrsche Komplementarität. Die Wahrscheinlichkeit, ein Teilchen bei y zu finden, ist proportional zu |ψ(y)|².
Der Simulator verwendet Rejection-Sampling aus I(y): schlägt zufällige y vor und akzeptiert sie mit Wahrscheinlichkeit I(y)/I_max. Bei 'Welcher-Weg' wird die Kohärenz zwischen den Spalten zerstört: I(y) wird zur Summe zweier gaußförmiger Einhüllender ohne Kreuzterm. Das entspricht quantenmechanisch einem gemischten Zustand statt einem kohärenten Superpositionszustand. Die Interferenzlänge Λ = λL/d, die Einhüllende durch Einzelspaltbreite a: I_env ~ sinc²(πay/λL).
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