Eine Sonnenfinsternis passiert, wenn der Mond genau zwischen Erde und Sonne steht und seinen Schatten auf die Erde wirft. Das klingt einfach, passiert aber nicht jeden Monat! Der Mond läuft leicht schräg um die Erde, sodass er meistens knapp an der Sonne vorbeizieht. Nur wenn er genau an der richtigen Stelle seiner Bahn steht, gibt es eine Finsternis.
Der Schlüssel liegt in der Bahnneigung: Die Mondorbita ist 5,14° gegen die Ekliptik geneigt. Die Punkte, wo beide Ebenen sich schneiden, heißen Mondknoten. Eine Finsternis passiert nur, wenn Neu- oder Vollmond nah an einem Knoten stattfindet. Die Knoten wandern in 18,6 Jahren einmal um die Erde (Knotenregression). Daraus ergibt sich der Saros-Zyklus: nach exakt 18 Jahren, 11 Tagen und 8 Stunden wiederholt sich eine sehr ähnliche Finsternis in der gleichen Kernschattengeometrie.
Der Gamma-Parameter γ misst, wie weit der Mondmittelpunkt am nächsten Punkt an der Ekliptik vorbeikommt (in Erdradien). Für eine totale Sonnenfinsternis muss |γ| < 0,9972 sein. Der Simulator nutzt Jean Meeus 'Astronomical Algorithms' (Kap. 25 und 47) mit je 60 Haupttermen für Mondlänge, -breite und -entfernung. Verifiziert gegen reale Termine: 2026-08-12 totale SoFi, 2027-08-02 totale SoFi, 2026-03-03 totale LuFi, 2026-02-17 ringförmige SoFi. Genauigkeit: Finsternisdatum tagesgenau, Typ meist korrekt (Grenzfälle total/ringförmig können kippen).
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